Technisch stand der Kurs ganz im Zeichen der Grundlagen – allerdings solcher, die man im Laufe der Jahre offenbar gerne wieder vergisst. Unsere Kursleiter:innen wurden nicht müde, zentrale Lehrsätze zu wiederholen: *Vorlage auf den Skiern* und *talwärts schauen*. Auch erfuhren wir, dass die meisten Leute, insbesondere diejenigen, die es vor mehr als 20 Jahren gelernt haben, „alle falsch Ski fahren.“ Ein Trost für viele von uns – und eine Einladung, alte Gewohnheiten über Bord zu werfen. Selbst scheinbare Trivialitäten wie der richtige Stockeinsatz entpuppten sich als deutlich komplexer, als man bisher dachte.
Um diese Inhalte zu verinnerlichen, wurden zahlreiche Übungen eingesetzt, deren Namen ebenso einprägsam oder gar noch einprägsamer als ihre Wirkung waren: *Zwerg und Riese, **Fernseher tragen, **Flieger* und *Jäger und Hund*. Wer nicht wusste, wie sich koordinative Überforderung anfühlt, lernte es spätestens hier.
Abseits des Skifahrens lief die Organisation bemerkenswert rund. Das Essen auf der Hütte wurde von den Teilnehmer:innen geplant, mengenmäßig genau richtig, sodass wir nichts wieder runtertragen mussten, aber auch alle satt wurden. Auch unsere Hüttenmitbewohner von den LAMas waren von unseren Kochkünsten - besonders dem unverhofften Nachtisch - beeindruckt. Die Zimmeraufteilung bot für jeden Geschmack etwas: ein ruhiges Lager und eines, in dem nachts zuverlässig „gesägt“ wurde.