Tag 1 – Grundlagen schaffen
Der erste Kurstag begann an den Grasgehrenliften. Nach der Gruppeneinteilung standen Grundübungen im Mittelpunkt: Auf- und Abfellen, Spitzkehren, erste Technikübungen sowie eine LVS-Suche. Für manche war vieles neu, für andere eine wichtige Auffrischung – insgesamt ein solider Start.
Am Nachmittag ging es weiter nach Baad, wo wir im Alpenhotel Widderstein unterkamen. Begleitet wurden wir von starkem Schneefall, der den Verlauf der kommenden Tage bereits erahnen ließ. Am Abend folgte die Tourenbesprechung für den nächsten Tag.
Tag 2 – Höferspitze und wichtige Entscheidungen
Unser Ziel am zweiten Tag war die Höferspitze (2130 m), Start um 9:00 Uhr. Gleich zu Beginn musste ein Teilnehmer aufgrund einer defekten Bindung pausieren. Nach einem anspruchsvollen Aufstieg über teils steinige Wanderwege erreichten wir oberhalb der Waldgrenze das alpine Gelände, das uns zum Grat und schließlich zum Gipfel führen sollte. Die anspruchsvollen Bedingungen führten schließlich zu einer frühzeitigen Umkehr – eine bewusste Entscheidung, die deutlich machte, wie wichtig Zeitmanagement und Sicherheit sind.
Bei der Abfahrt verlor eine Person einen Ski, der nach einer intensiven Sondensuche wiedergefunden wurde. Die Schneeverhältnisse waren herausfordernd, stellenweise mussten die Skier getragen werden, sodass Teile der Tour eher einer Winterwanderung glichen.
Auf dem Rückweg kehrten wir in der Bärgunt-Hütte ein, wo uns die temperamentvolle Hüttenwirtin Sabine spontan eine Einführung in die Lawinenkunde gab – praxisnah und eindrücklich. Am Abend planten wir in Kleingruppen eigenständig Touren, unterstützt durch das zuvor Gelernte.
Tag 3 – Grünhorn und Winterbedingungen
Am dritten Tag starteten wir um 9:00 Uhr mit dem Ziel Grünhorn. Der Auf- und Abstieg durch den Wald war abenteuerlich, begleitet von starkem Schneefall. Im Wald herrschte Ruhe, oberhalb der Baumgrenze dagegen starker Wind und schlechte Sicht. Mehrere Teilnehmende waren deutlich durchgefroren, zusätzlich traten Materialprobleme mit Fellen auf.
Das Gipfelziel konnte daher leider nicht erreicht werden, doch die Tour bot viele Lernmomente: Lawinenlage, Hangsicherheit und Entscheidungsfindung wurden laufend besprochen und bewusst umgesetzt.
Am Abend folgten eine Auffrischung der Lawinenkunde sowie der Tourenvorbereitung. Einige nutzten die Sauna, um den fordernden Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Tag 4 – Sonne, Neuschnee und Abschluss
Der letzte Tag begann erneut um 9:00 Uhr, diesmal bei strahlendem Wetter. Viel Neuschnee sorgte für winterliche Stimmung, gleichzeitig galt oberhalb der Baumgrenze Lawinenstufe 4, was eine sehr vorsichtige Planung erforderte.
Nach einer sonnigen Pause an einer Hütte führten wir eine große Lawinenübung durch, ergänzt durch eine anschauliche Schauspiel-Einlage eines unserer Trainer. Die Begutachtung eines Schneeprofils rundete die praktischen Inhalte ab.
Gegen Mittag traten wir die Abfahrt an. Nach dem Einpacken und Umziehen folgte eine Abschluss- und Feedbackrunde, in der besonders das Trainerteam viel Lob und Anerkennung für das rundum gelungene Wochenende erhielt. Um 16:30 Uhr traten wir die Heimfahrt