Wir fuhren mit 21 Kindern zwischen 9 und 17 Jahren und ca. 10 Jugendleitenden aus Karlsruhe und Ulm für sechs Tage auf einen Campingplatz ins Lechtal. Was wir dort alles erlebt haben, erfahrt ihr im folgenden Bericht:
Dienstag:
Die beiden Gruppen aus Karlsruhe und Ulm trafen sich in Kempten am Bahnsteig. Da wir unseren Zug verpasst hatten, hatten wir genug Zeit für Kennenlernspiele. Zusammen fuhren wir mit Bus und Zug den restlichen Weg zum Campingplatz ins Lechtal. Nachdem die Zelte aufgebaut und eingeräumt waren, gab es schon Abendessen. Danach sind wir schlafen gegangen.
Da es den ganzen Tag über nass sein sollte, beschlossen wir, wandern zu gehen. Es gab drei Gruppen, die verschieden lange Wanderungen machten. Danach gingen ein paar ins Freibad, obwohl es regnete. Die restliche Zeit am Nachmittag verbrachten wir mit Spielen und reden. Abends gab es einen Eintopf. Nach dem Abendessen kam eine großes Highlight: Da es zum Glück wieder trocken war, spielten wir eine große Runde nächtliches Capture the flag im dichten Wald neben dem Campingplatz. Nachdem eine Flagge gefunden wurde, gingen wir alle schlafen.
Wir sind am Donnerstag um 8:00 Uhr aufgestanden und das Frühstücksteam ist um 7:30 aufgestanden, um das Frühstück vorzubereiten. Dann haben wir zwei Klettergruppen aufgeteilt. Die eine ist zum Sportklettern zum Felsen Kraichen und die andere Gruppe ist zum Mehrseillängenklettern zum Falschen Kogel gegangen. Die Sportklettergruppe ist mit dem Bus zum Felsen gefahren, welcher in 20 min von der Bushaltestelle erreicht werden konnte. Am Felsen wurden erstmal die leichten Top-rope Routen eingehängt. Zum Schluss wurde noch eine schwere Route eingehängt. Während des Kletterns wurde dauerhaft gesnackt. Daraufhin sind wir zurück zum Campingplatz.
Die Mehrseillängengruppe reiste per Auto zum Pass, von dort ging es übers Joch und über Schnee- und Geröllfelder zum Einstieg. Über 6 Seillängen und einen brüchigen Ausstieg zum Gipfel. Angekommen wurde erstmal das wohlverdiente Mittagessen ausgepackt. Dann ging es an den Abstieg, der perfekt getimed war, denn sobald wir im Auto waren, fing es an zu regnen.
Zurück am Campingplatz haben wir uns mit den anderen getroffen und zu Abend gegessen.
Am Freitag teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe fuhr zum Sportklettern an den Kletterfelsen, während die andere Gruppe zum Klettersteig ging. Beide Gruppen stiegen gemeinsam in den Bus ein. Die Klettersteig-Gruppe stieg in Holzgau aus und lief zur Hängebrücke hoch. Diese wurde natürlich mit einem JDAV-Sticker eingeweiht, den wir zufälligerweise mitgenommen hatten. Danach machten wir uns auf zur Alpe Uta, wo das Essen sehr gut roch, nach Käsespätzle. Jetzt liefen wir den Fluss abwärts zum Klettersteig-Block. Nachdem wir Mittagessen hatten, machten wir uns ready für den Klettersteig. Jetzt ging es endlich los und wir stiegen über den riesigen Wasserfall und wieder zurück auf den Mini-Gipfel. Dort machten wir kurz Pause mit einem Hanuta. Und ab ging’s wieder runter zum Startpunkt, danach gingen wir wieder runter ins Dorf. Als der Bus kam, fuhren wir zurück zum Campingplatz. Dort gab es leckere Gnocchi zum Abendessen. Danach bauten die Jugendleitenden für uns eine Nightline durch den Wald auf. An einem Seil entlangtastend, durchquerten wir mit verbundenen Augen den Wald und überwanden sogar ein paar Hindernisse. Am Ende der Nightline war ein schönes Lagerfeuer am Flussufer, an dem wir den Abend mit Stockbrot ausklingen ließen.
Für unseren letzten Tag teilten wir uns in 3 Gruppen auf. Als Erstes startete die Klettergruppe - noch vor dem Frühstück! Mit dem Bus fuhren sie nach Prenten, um dort zu merken, dass sie zur nächsten Haltestelle laufen mussten, denn sie wollten zum Klettergebiet Burgstall. Direkt neben dem reißenden Fluss stiegen drei Seilschaften in eine nasse Mehrseillänge ein, während sich zwei an der matschigsten Sportkletterroute versuchten. Trotz gelegentlicher Schauer waren alle gut drauf, kamen oben an und auch heil wieder runter.
Die zweite Gruppe unternahm eine Erlebniswanderung und suchte sich den Weg zu einer Höhle im Fels, die man vom Campingplatz aus sehen konnte. Dort angekommen stellten sie fest, dass die Höhle nur eine Mulde im Gestein war, die durch eine Feuerstelle sehr schwarz geworden war. Trotzdem hatten alle viel Spaß und waren stolz, die Höhle gefunden zu haben.
Die dritte Gruppe blieb am Campingplatz, um sich dort einen schönen Tag zu machen. Sie erklommen drei Bäume und bauten dazwischen eine Riesenschaukel, bei der man sogar rückwärts starten konnte. Dabei lernten und übten sie verschiedene Seiltechniken. Später stickten ein paar und alle knüpften ein Armband, das sogar eine Pfeife und einen Feuerstahl im Verschluss hatte.
Am Abend trafen sich alle wieder zum Abendessen und tauschten sich über ihren Tag aus. Über den Tag hinweg lief eine Challenge, deren Ergebnisse nach dem Abendessen vorgeführt wurden. Sei es mit Seilspringen mit Bandschlingen, dem schauspielerischen und musikalischen Darstellen von „Alle meine Entchen“ oder mit dem Vorführen eines Restaurant-Sketches – die Aufführung sorgte für viel Gelächter. Gewonnen hat sie die Wandergruppe. Auch der schönste Stein und der beste neue Werwolfcharakter wurde von den Wanderern ge- bzw. erfunden. Während Wanderer und Kletterer zwar genau gleichschwere Steine für die 1 kg-Stein-Challenge gesammelt hatten, traf der Stein der Seilschaukel-Gruppe das gewünschte Gewicht deutlich besser. Die Fotochallenge gewannen die Kletterer mit ihrem Werk „Gut sortiert“. Dafür teilten sie ihr gesamtes Material auf, sodass am Ende einer alle Rucksäcke, alle Seile oder auch alle Jacken trug. Natürlich durften auch alle Haargummis nicht fehlen. Zum Abschluss des Tages wurden die drei frisch erfundenen Werwolfcharaktere – der Auftragskiller, der Kletterer und der Wortmörder – in einer großen Runde getestet.
Leider ging es für uns nun auch schon wieder zurück nach Hause. Nach einem schnellen Frühstück packten wir unsere Sachen ein, putzten und falteten die Planen und bauten unsere Zelte ab. Nach einer letzten gemeinsamen Abschlussrunde und einem Gruppenfoto schafften wir es sogar, einen Bus früher zu erreichen als geplant. In Pfronten-Steinach verpassten wir dann leider unseren Anschlusszug. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen, sondern veranstalteten ein gemütliches Mittagessen und genossen die gemeinsame Zeit, bevor sich in Ulm die beiden Sektionen wieder trennten.
Schön wars!
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