© DAV Karlsruhe

Faschingstour der DAV-Familiengruppe Dachstein

Auf der Madrisa vom 18.-22. Feruar 2026

20.03.2026

Die diesjährige Faschingsausfahrt der Familiengruppe Dachstein zur Madrisa wurde zu einem echten Winterabenteuer – mit viel Schnee, logistischen Herausforderungen, spannenden Momenten und einem grandiosen Finale.

Ein etwas turbulenter Start
Bereits am Dienstag sorgte eine kurzfristige Meldung für Nervosität: Die Hütte war angeblich wegen Lawinengefahr vorübergehend gesperrt. Zudem mussten die 'Mini Maschinen' aus Sicherheitsgründen einen Tag früher als geplant von der Hütte abreisen. Doch dank Ralfs Einsatz und einem ausführlichen Gespräch mit dem Pistenteam  der Bergbahn in Gargellen gab es schließlich Entwarnung: Wir durften über die Forststraße (Piste 2a) von unten zur Hütte aufsteigen. Der sonst so beliebte Zugang „von oben“ über das Birkeneck war zu gefährlich und deshalb gesperrt.

Schnee, Sperrungen und Improvisationstalent
Die Verhältnisse waren ausgesprochen winterlich. In vier Tagen fielen über 1,5 Meter Neuschnee, und die Lawinenlage blieb mit Warnstufe 4 (große Lawinengefahr) die ganze Zeit angespannt. Die Abfahrten 2a und 2b blieben während der gesamten Woche gesperrt, ebenso das Täli, wo sich mehrfach Lawinen lösten und die Piste komplett überspülten.

Die besondere Schneelage brachte auch organisatorische Herausforderungen mit sich: Nicht alle hatten Tourenski dabei. Daher wurden tagsüber Wanderschuhe und Rucksäcke am unteren Ende der Forststraße deponiert, um abends damit wieder zur Hütte aufzusteigen. Einige Skischuhe und Ski wurden über Nacht in Pistennähe deponiert, um sich ein Hochtragen zu sparen. Eine Logistik, die Kreativität und gemeinsames Anpacken erforderte!

Jugendpower, Erkundungstouren und Vorsicht im Gelände
Die Jugendlichen wagten sich mit kompletter Sicherheitsausstattung (LVS, Schaufel und Sonde) unter Max Führung in den Tiefschnee off-piste neben den Pisten – stets vorsichtig und gut angeleitet. Auch eine realistische LVS-Übung im tiefen Schnee nach Pistenschluss wurde in Hüttennähe durchgeführt.

Max und Ralf selbst nahmen bereits am Dienstag die Tiefschneehänge Richtung Nidla genauer unter die Lupe, kehrten aber nach sichtbaren Rissen in der Schneedecke vernünftigerweise um. Sicherheit ging an allen Tagen klar vor.

Die täglich großen Neuschneemengen machten es unseren SkilehrerInnen Birgit, Max und Ralf möglich, sogar auf und direkt neben der Piste mit einigen Gruppenmitgliedern Tiefschneetraining durchzuführen.

Blindflug und Pulverträume
Die Sicht war die meiste Zeit eingeschränkt – oben oft reiner Blindflug. Nur die Talabfahrt bot regelmäßig eine brauchbare Orientierung. Dafür entschädigte der Schnee: täglich frischer Powder, butterweiche Federung und ein echtes Wintermärchen für alle, die gern ihre Spuren in unberührtem Schnee ziehen.

Gemeinschaftsabende auf der Hütte
Abends wurde gemeinsam gekocht, gelacht und entspannt. Robert sorgte mit seiner Gitarre wieder für musikalische Stimmung – und einige sangen fleißig mit. Genau diese Hüttenabende machen die Faschingsausfahrt jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis.

Ein Finale mit Sonne und Heli-Action
Am letzten Tag zeigte sich die Sonne – und bescherte einen echten Traumtag. Doch auch dieser begann äußerst spektakulär: Bereits ab 7:30 Uhr wurden rings um die Hütte Lawinen per Helikopter gesprengt. Erst gegen 9:30 Uhr öffnete die Bergbahn nach Abschluss der Sicherungsmaßnahmen den Skibetrieb und auch wir konnten, nach Rücksprache mit der Lawinenkommission, zu unserer letzten  Abfahrt von der Hütte über den lawinensicheren Waldweg (Piste 2a) starten.

Der anschließende Tag war fast perfekt: Sonnenschein und unverspurter Schnee bei  bester Sicht, nur der Schnee war viel feuchter und schwerer zu fahren als in den vorherigen Tagen. Einen würdigen Abschluss fand unsere Ausfahrt  traditionell in der Pizzaria Barga, die uns alle noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fazit
Trotz Sperrungen, Schneechaos und Sichtproblemen war es eine superschöne Ausfahrt, geprägt von Teamgeist, Abenteuerlust und winterlicher Pracht.

Unser herzlicher Dank gilt der guten Zusammenarbeit mit der Bergbahn, insbesondere dem Pistenteam  und Pisten-Präparation sowie der Lawinenkommisson von Gargellen.

Hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Text und Fotos: Sybille Klenzendorf mit Ergänzungen von Ralf Hegner